E-Mobilität im Neubau

Die E-Mobilität ist weiterhin im Wachstum. Die Bundesregierung fördert den Kauf von Elektrofahrzeugen und strebt eine Million Anmeldungen elektrobetriebener Autos in Deutschland bis 2020 an. Seit 2016 wird der Kauf von Elektroautos mit einer Prämie von 4.000 Euro subventioniert. Die Entstehung neuer Stromtankstellen wird zwar ebenfalls vom Bund gefördert, bisher gibt es allerdings noch relativ wenige öffentlich zugängliche Ladestationen.

Die Anbringung privater Ladepunkte soll künftig ebenfalls gefördert werden. Umso mehr lohnt sich die Installation einer Ladestation am eigenen Tiefgaragenstellplatz. Die Problematik hier ist, dass die Tiefgaragen im Altbau die erforderlichen Vorrichtungen in der Regel nicht haben. Bei Neubauimmobilien werden die Garagen und Stellplätze zunehmend mit den erforderlichen Vorrüstungen zur bequemen Aufladung des E-Autos von zu Hause ausgestattet.

 

Ladestationen

Für den Anschluss einer Ladestation ist Starkstrom mit 400 Volt unerlässlich. Bei der herkömmlichen elektrischen Spannung von 230 Volt dauert die Ladung extrem lange und führt zu einer übermäßigen Belastung der Hausleitung. Die Mindeststärke des Hausstroms sollte 63 Ampere, besser noch 80 Ampere betragen.

Als Ladestationen kommen unterschiedliche Varianten in Frage. Ladesäulen haben den Nachteil, dass sie viel Platz benötigen und etwas kostspieliger sind. Vorteilhafter sind Wandladestationen, die sich an der Wand anbringen lassen und wenig Platz einnehmen. Zudem sind sie in der Regel etwas günstiger als Ladesäulen. Die sogenannten Wallboxen sind im Schnitt die preiswertesten Ladevorrichtungen. Die Ladestation wird an den Starkstromanschluss angeschlossen und lädt ein E-Auto der Mittelklasse in ein bis vier Stunden auf. Die Verbindung zwischen E-Autos und Ladestation erfolgt mit einem Ladekabel und einem Typ-2-Stecker. Allerdings ist es empfehlenswert, sich hier genau beraten zu lassen, ob das jeweilige Wallbox-Modell zum eigenen Auto und zum bestehenden Stromanschluss passt. Zudem sollte die Ladestation von einem Fachmann eingebaut werden, um eine sichere Implementierung zu garantieren.

 

Kosten der Aufladung von zu Hause

Doch spart man nun insgesamt Geld durch das Laden von zu Hause im Vergleich zum Aufladen an einer öffentlichen Station?

Die Ladestationen für zu Hause variieren je nach Modell und Anbieter. Für eine Wallbox zahlt man in etwa zwischen 500 Euro und 850 Euro. Wandladestationen erhält man ab 1.000 Euro. Ladesäulen kosten rund 1.500 Euro.

Die Kosten für die Aufladung an einer öffentlichen Ladestation hängen von dem jeweiligen Elektrofahrzeug und dem abgerechneten Stromtarif nach Kilowattstunden oder Ladezeit sowie von den Preisen des Anbieters ab. Eine Minute kostet in etwa zwischen 2 und 8 Cent.

Beim Aufladen des E-Autos zu Hause wird der Preis für den Haushaltsstrom herangezogen. Dieser beträgt in Deutschland durchschnittlich knapp unter 30 Cent pro Kilowattstunde. Verbraucht ein E-Auto auf 100 Kilometern etwa 15 Kilowatt, so kostet der gefahrene Kilometer knapp 5 Cent.

 

Laden mit Eigenstrom

Wer in seiner Immobilie über eine Photovoltaikanlage verfügt, kann sein E-Auto mit dem generierten Eigenstrom laden. Das ist nicht nur gut für Umwelt, es zahlt sich auch aus Kostengründen aus. Mithilfe eines sogenannten Energiemanagers kann festgelegt werden, welchem Haushalt bzw. welchem Verbraucher die Sonnenenergie zugewiesen wird. Voraussetzung für die Aufladung mit der gewonnenen Solarenergie ist, dass die generierte Spannung zur Ladestation weitergeleitet werden kann.

 

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