100 Jahre Bauhaus: eine zeitlose und moderne Architektur

Einfache, schlichte Formen und Farben – das ist das Bauhaus. In diesem Jahr feiert die im Jahr 1919 in Weimar von Walter Gropius gegründete Kunstschule „Bauhaus“ ihr 100-jähriges Bestehen. In vielerlei Hinsicht war es ein Sinnbild für den Anfang der Moderne. Heute steht das Bauhaus für rationale, funktionale und oftmals kühne Entwürfe. Was in unserer Zeit als moderne Architektur- und Kunstform betrachtet wird, war in den 1920er Jahren revolutionär. Auch in der Architektur bedient man sich heute noch der Ideen des Bauhauses und interpretiert diesen Stil neu.

 

Modernes Design mit Weitblick

Nach dem Prinzip „Volksbedarf statt Luxusbedarf“ entwickelte das Bauhaus zahlreiche Prototypen von Gebrauchsgegenständen, wie Möbel und Einrichtungselemente, die zum Teil auch in die industrielle Massenproduktion gingen. Mit ihren einfachen und schlichten Formen waren die Produkte damals eine Revolution. Denn die Funktionalität stand nun im Vordergrund. Verwendung fanden die Grundformen Quadrat, Kreis, Dreieck sowie die Grundfarben Rot, Blau und Gelb. Heute sind viele der Designobjekte in ihrer Ursprungsform und Weiterentwicklung nicht mehr wegzudenken. Doch das Bauhaus war auch im Theater mit neuen Bühnenbildern und Darstellungsformen oder in der experimentellen Fotografie zukunftsweisend.

 

Das Bauhaus in der Architektur

„Das Endziel aller bildnerischen Tätigkeit ist der Bau!“, verkündete Gropius 1919 als primäres Ziel seiner Schule. So war die Kernidee des Bauhauses im Grunde die Zusammenführung aller Künste zur Entwicklung eines Baus der Zukunft.

Erste Ideen zur Umsetzung des Bauhausstils im Wohnungsbau entstanden 1920, als der Bauhausstudent Walter Determann Entwürfe für eine Künstlersiedlung in expressionistischen Kristallformen präsentierte. 1922 wurden dann durch den Architekten Fred Forbat erste Pläne ausgearbeitet, bei welchen einem vorgegebenen Grundkörper acht verschiedene vorgefertigte „Wohnzellen“ angefügt wurden. Dieses Schema wurde leicht verändert 1923 auf der Bauhausausstellung vorgestellt. Das Prinzip kombinierte eine größtmögliche ästhetische Vielfalt mit größtmöglicher Rationalität. Erstmals verzichtete Gropius auf eine traditionelle Fassadenansicht.

Zu den eindrucksvollen Beispielen der Bauhausarchitektur zählen das Lehrgebäude und die Meisterhäuser des Bauhauses in Dessau, die 1926 entworfen und in Auftrag gegeben wurden. In den 1920er Jahren arbeiteten die Studenten und Lehrmeister zudem an der Realisierung diverser Einzelhäuser, wie z.B. das „Haus am Horn“ in Weimar, das seit 1996 zum UNESCO-Welterbe gehört.

Das vom Architekten Alfred Arndt entworfene „Haus des Volkes“ in Probstzella im Thüringer Wald ist eines der bedeutendsten Bauhausensemble, da es nicht nur außen der Bauhausarchitektur entspricht, sondern auch im Inneren mit Stoffen, Türklinken, Möbeln und Lampen komplett im Bauhausstil ausgestattet ist. Viele weitere Projekte, wie Siedlungen und Industriebauten, entstanden in dieser Zeit durch die Bauhausarchitekten und ernteten große Anerkennung.

Nach Auflösung des Bauhauses in den 1930er Jahren machten sich Architekten wie Walter Gropius oder Ludwig Mies van der Rohe auch international einen Namen. Die gestalterischen Prinzipien konnten sich trotz vielerlei Kritik an ihren revolutionären Ideen zu ihrer Zeit sowohl national als auch international durchsetzen und beeinflussen auch heute noch die Bereiche Architektur, Design und Kunst.

 

Moderner Bauhausstil in unserem aktuellen Projekt „dahoam“ in Vaterstetten

In Vaterstetten östlich von München entstehen aktuell moderne Eigentumswohnungen und Reihenhäuser im Bauhausstil nach einem Architekturkonzept des renommierten Münchner Architekturbüros BZB Architekten.

Die Formsprache von „dahoam“ ist entsprechend dem Bauhaus-Prinzip reduziert gehalten. Einzelne Architekturelemente werden jedoch durch ihre sorgfältige Gestaltung besonders betont. Hervorzuheben sind hier die weißen Rahmen der Fensterelemente, die in Lage und Größe variieren und der Fassade eine spielerische Leichtigkeit verleihen.

Bei der Gestaltung der Fassaden wurde darauf geachtet, das viele Grün der Umgebung einzubinden. Durch Stützen an den Außenfassaden wird ein besonderes Raumgefühl im Freien geschaffen.  Die durch diese intelligente Fassadengestaltung entstehenden und nach Süden ausgerichteten Balkone bilden beinahe ein zusätzliches Zimmer im Freien. Die großen Fenster und Abstandsflächen sorgen für wunderbar helle Räume.

Die Lebendigkeit des Projekts wird nicht nur durch unterschiedliche Gebäudelängen unterstrichen, sondern auch durch eine abwechslungsreiche Farbwahl mit verschiedenen Gelb-Orange-Tönen in Verbindung mit hellen, neutralen Weiß- und Grautönen.

Die großzügige Freiflächenplanung von „dahoam“ soll den Bewohnern ein Wohngefühl zwischen Stadt und Land geben. Die freie Landschaft ist harmonisch mit dem Wohnquartier verzahnt. Die Grünanger zwischen den Gebäuden sind ruhig und verkehrsfrei gehalten. Einen solch großen, nutzbaren Freibereich findet man in München nur selten. Das Zentrum des Quartiers bildet der lebendige Quartiersplatz, welcher von nur dreigeschossigen Wohngebäuden umschlossen ist und den Bewohnern einen Treffpunkt zum Austausch bietet.

 

Weitere Informationen zum Projekt „dahoam“ und zu den im finalen Bauabschnitt verfügbaren Eigentumswohnungen und Reihenhäusern finden Sie hier.

 

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